Steinbrück warnt Beck indirekt vor Wortbruch
Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Bundesminister der Finanzen Peer Steinbrück warnte den 58-Jährigen SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Beck indirekt vor einem Wortbruch. Dabei ging es um Becks Äußerung gegenüber dem Umgang mit der Linkspartei. Dieser hatte kürzlich sein grünes Licht zu einer Hessischen Landesregierung der SPD durch Stimmen der Linkspartei gegeben.Konservative SPD-Politiker wie Vizeparteichef Peer Steinbrück reagierten alarmiert. Steinbrück warnte Beck vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. In den offenen Streit schaltete sich am Samstag auch die SPD-Linke ein und wandte sich gegen Denkverbote. Ihr Sprecher Björn Böhning plädierte dafür, das Verhältnis zur Linkspartei nicht zu tabuisieren. “Es wäre schlecht, diese Debatte mit Dogmen zu beginnen”, sagte Böhning der Nachrichtenagentur Reuters.
Weiterführende Informationen:

Mein Vertrauen hat Beck verloren. Seine Öffnung gegenüber der Linkspartei war ein falscher Schritt, mit dem er deutlich an Vertrauen verlieren wird.
Sicher war es ein falscher Schritt, doch ist eine Bemerkung Anlaß ihm gleich das Vertauen zu entziehen?
Normal bin ich nicht der Typ Bürger, der einem Politiker wegen nur eines Fehltrittes das Vetrauen nimmt. Ja, es ist eigentlich nicht angebracht. Aber das Bild der SPD ist für mich etwas getrübt, und damit fängt wieder der Prozeß des findens der Interessenschnittmenge der Parteien und mir an.
Herr Beck war so mutig, wie jemand, der mit 100 mph in eine Kurve fährt, die man nur mit 60 mph bewältigen kann. Normalerweise nennt man das nicht Mut, sondern Übermut. So ein Verhalten kann einem das Genick brechen. Ob es das nun letztendlich geschieht, ist mir noch nicht klar, wie auch.
Es mag vielleicht Übermut gewesen sein. Aber dass es nicht innert der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands abgestimmt war, wie Beck handelt, was ihm einiges gespart hätte, gibt ihm Luft unter den Füßen frei. Mit diesem Schritt hat er seine Bisherigen Erfolge in der Politik fast zunichte gemacht - Und muss nun von vorn anfangen.
wenn dieser Poltergeist wirklich kanzlerkandidat wird. der wIll von der laienspielgruppe aus der Pfalz auf die große Bühne des Bundes. Einfach nur lächerlich. Aber für Merkel kann das nur gut sein, die wird sich freuen über diesen “Gegner”. Glaubt Beck, dass der Wähler bis 2009 seine “Hessenschau” vergessen hat. Aber ich glaube man muss sich nicht sorgen, denn mit 25% kann man sowieso keine Regierung bilden.
Ich stimme nicht der Meinung überein, dass Beck von vorn anfangen muss. Kurt Beck hat etwas gezeigt, was in der Politik selten geworden ist: Mut. Er genügt natürlich nicht, er braucht auch die Mehrheit, aber ohne Mut würde er die Mehrheit nicht bekommen. Ein Neuanfang ist es nicht allenfalls eine Stärkung. Etwas anderes ist es freilich, ob die Position auch glaubwürdig ist. Zweifel sind allemal berechtigt.
10.03.2008 at 20:44
[…] erklärte am Montag, dass sie am 5. April zur ersten Parlamentssitzung definitiv nicht als Ministerpräsidentin kandidieren […]