Kurioser Tag in Pyeongchang
Bei der Biathlon WM in Pyeongchang (Südkorea) stand heute das Verfolgungsrennen der Damen und Herren auf dem Programm. Schon vor dem Start der Biathletinnen die erste schlechte Nachricht für Deutschland: Andrea Henkel wurde disqualifiziert, da sie beim Trockentraining für das Schießen aus Versehen ein Ersatzmagazin anstelle eines leeren Magazins eingelegt hatte. Bei dem Schuss wurde jedoch keiner verletzt. Die Vortagessiegerin Kati Wilhelm ging als Erstes auf die Strecke und sicherte sich am Ende den zweiten Platz. Weltmeisterin wurde die 24-jährige Schwedin Helena Jonsson. Zweitbeste Deutsche wurde Martina Beck auf Rang 6 und Magdalena Neuner erreichte nach vier Schießfehlern beim letzten Schießen und einem Sturz auf der Schlussrunde noch den elften Platz.
Das Rennen der Männer sorgte später für viel Verwirrung und Gesprächsstoff: Auf der ersten Runde hatten der Norweger Ole Einar Björndalen und einige andere Sportler, darunter auch der Deutsche Michael Rösch, einen falschen Weg genommen, der ihnen jedoch keinen nennenswerten Vorteil verschaffen hat. Nach einer ersten Tagung der Jury nach dem Rennen, bei dem Björndalen als Erster die Ziellinie überquerte, wurden die betroffenen Athleten mit einer 60-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Somit wäre der Russe Maxim Tschudow (vorher 2.Platz) Weltmeister geworden. Nach erfolgreichem Protest der Norweger und anderen Teams gegen die Entscheidung wurde jedoch wieder die alte Reihenfolge ausgerufen und Björndalen konnte seinen zwölften Titel feiern. Zweiter wurde Tschudow und auf Platz drei lief der Norweger Alexander Os. Bester Deutsche wurde Michael Rösch auf Rang 9.

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