Amstetten - Das kranke Spiel eines 73-Jährigen
24 Jahre lang sah sie nichts anderes als das Kellerverlies in welchem sie eingesperrt und gepeinigt wurde. Elisabeth F. wurde von ihrem leiblichen Vater beinahe ein Vierteljahrhundert lang gefangen gehalten. In dieser Zeit hat er sie sieben Mal geschwängert.
Josef Fritzl war bekannt als ein netter, zuvorkommender Mensch. Vor knapp zwei Jahren wurde der Vater und Großvater von Elisabeth F. von der Stadt Amstetten für sein „bewundernswertes soziales Engagement“ geehrt. Doch die Fassade trügt. Der 73-Jährige baute eigens für die Gefangenhaltung seiner Tochter ein ausbruchsicheres underirrdisches Kellerverlies. Dieses Befand sich unter seinem unscheinbaren Garten. Ein Privatgefängnis um seine sexuellen Neigungen wie auch die Sucht der totalen Beherrschung eines Menschen ausleben zu können. Das Verlies war 1,70 Meter hoch, verfügte über eine sanitäre Anlage, eine Kochnische und unebenen Boden. In dem Raum gebe es nur ein Fenster, so die Polizei. Im Zeitraum von 24 Jahren zeugte er sieben Kinder. Eines starb bei der Geburt und wurde in einem Holzofen entsorgt, drei weitere wurden in Pflege gegeben. Die anderen drei Kinder wohnten mit Elisabeth F. in dem Verlies.

“Die Würde des Menschen ist unantastbar”, so steht es in unseren Gesetzbüchern, doch dieser Mann ist so kalt und herzlos wie kein anderer und scheint von diesem Gesetz noch nie gehört zu haben. Durchaus war er sich aber seiner Straftat im Klaren , dies beweist die sorgfältige Planung. Die ersten zehn Jahre fristete Elisabeth F. angebunden in einem kleinen Raum, bis ihr Vater das Verlies erweiterte. Jahrelang habe er sie vergewaltigt und geschlagen. Immerwieder vor den Augen ihrer Kinder.

Sein Anwalt hält ihn für psychisch krank, und somit unzurechnungsfähig. Das Älteste der drei Kinder(Kerstin 19) liegt nun, nach der Befreiung, im künstlichen Koma. Die Situation ist äußerst kritisch, denn nach und nach versagen ihre Organe. Letztendlich jedoch rettete dieser gesundheitliche Missstand Elisabeth und ihre Kinder:
Nachdem Josef Fritzl bemerkte, dass Kerstin sterbenskrank war, gewährte er ihr ins Krankenhaus zu fahren (in diesem Alter ist es schwer eine Leiche unbemerkt zu entsorgen). Dies war der Anfang vom Ende seiner grausamen Straftat. Im Krankenhaus flog alles auf und die langjährigen Qualen hatten ein Ende. Von Anbeginn der Verhandlungen verleugnete er nichts. Jetzt ist fraglich, ob er eingewiesen wird oder ins Gefängnis kommt.


Das ist so unfasssbar, dafür gibt es eigentlich keine Worte.
Ich würde sagen unter gleichen Bedingungen im Knast.
08.05.2008 at 00:29
[…] sich, mit ihm auf ein Zimmer zu gehen. - Weitere Blog-Beiträge zum Thema Amstetten: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 […]